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LAGE NACH DEM SIEG IM WIDERSTANDSKRIEG UND UNSER KURS  15

            solche Gebiete von größerem oder kleinerem Ausmaß. Was für Städte
            sind das? Mittelgroße und kleine Städte. Wir sind ihrer gewiß, wir
            haben die Kraft, diese Früchte des Sieges zu ernten. Es wird das erste
            Mal in der Geschichte der chinesischen Revolution sein, daß wir einen
            solchen Haufen von Früchten erhalten. Im Laufe der Geschichte ge-
            schah es nur in der zweiten Hälfte des Jahres 1931, daß wir, nachdem
            der dritte „Einkreisungs- und Ausrottungsfeldzug“ des Feindes zer-
            schlagen worden war, im Zentralen Gebiet in der Provinz Kiangsi 21
            Kreisstädte  zusammenfaßten; darunter waren aber noch keine Städte
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            mittlerer Größe. Diese 21 Kleinstädte hatten zusammengenommen
            eine Einwohnerzahl von maximal 2,5 Millionen. Auf dieser Grundlage
            konnte das chinesische Volk eine so lange Zeit kämpfen, so große Siege
            erringen und so großangelegte „Einkreisungs- und Ausrottungsfeld-
            züge“ zerschlagen. Daß wir nachher eine Niederlage erlitten, können
            wir nicht Tschiang Kai-schek zuschreiben, das müssen wir uns selbst
            zuschreiben, weil wir uns nicht gut genug geschlagen haben. Wenn es
            diesmal drei, vier, fünf oder sechs Gebiete gibt, in denen sich jeweils
            einige Dutzend größere und kleinere Städte zusammengeschlossen
            haben, dann wird das chinesische Volk drei, vier, fünf oder sechs re-
            volutionäre Stützpunktgebiete besitzen, jedes von ihnen größer als das
            Zentrale Gebiet in der Provinz Kiangsi, und die chinesische Revolution
            wird sich in einer aussichtsreichen Lage befinden.
                Aus der gesamten Situation ist ersichtlich, daß die Periode des
            Widerstandskriegs gegen die japanische Aggression abgeschlossen ist
            und daß die neuen Umstände und Aufgaben durch den inneren Kampf
            gekennzeichnet sind. Wenn Tschiang Kai-schek vom „Aufbau des
            Landes“ redet, geht also von jetzt an der Kampf darum, was für ein
            Land aufgebaut werden soll. Geht es um den Aufbau eines neude-
            mokratischen Staates der breiten Volksmassen unter Führung des Pro-
            letariats oder eines halbkolonialen, halbfeudalen Staates unter der
            Diktatur der Klasse der großen Grundherren und der Großbour-
            geoisie? Das wird ein äußerst komplizierter Kampf sein. Gegenwärtig
            kommt dieser Kampf darin zum Ausdruck, daß Tschiang Kai-schek die
            Früchte des Sieges im Widerstandskrieg usurpieren will, während wir
            diesem Versuch Widerstand entgegensetzen. Wenn es in dieser Periode
            einen Opportunismus geben wird, dann wird er darin bestehen, daß
            man, anstatt hart zu kämpfen, die dem Volk zustehenden Siegesfrüchte
            freiwillig Tschiang Kai-schek ausliefert.
                Wird ein offener, umfassender Bürgerkrieg ausbrechen? Das hängt
            von inneren und internationalen Faktoren ab. Den inneren Faktor
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